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Erfolgreiche Erstzertifizierung nach DIN EN ISO 14001

Ein Meilen­stein für unser Unter­nehmen! Nach fast einem Jahr inten­siver Vorbe­rei­tungs­zeit ist es uns gelungen: Unser Unter­nehmen wurde erfolg­reich nach DIN EN ISO 14001:2015 zerti­fi­ziert. Diese Erstzer­ti­fi­zie­rung durch die Zerti­fi­zie­rungs­ge­sell­schaft Quacert ist ein Beleg dafür, dass wir sämtliche Anfor­de­rungen dieser inter­na­tio­nalen Norm für Umwelt­ma­nage­ment­sys­teme erfüllen. Ab heute können wir offiziell bestä­tigen, dass unser Engage­ment für den Umwelt­schutz syste­ma­tisch und normge­recht ist.

Die DIN EN ISO 14001 stellt hohe Anfor­de­rungen an die Umwelt­leis­tung eines Unter­neh­mens. Sie verlangt nicht nur die Einhal­tung bestehender Umwelt­auf­lagen, sondern auch die konti­nu­ier­liche Verbes­se­rung des betrieb­li­chen Umwelt­schutzes. Dank der hervor­ra­genden Zusam­men­ar­beit unserer Kolle­ginnen und Kollegen sowie der Unter­stüt­zung unserer Partner­un­ter­nehmen konnten wir diese Hürde erfolg­reich meistern. Herzli­chen Dank an alle, die mit ihrem Einsatz und ihrer Exper­tise zu diesem Erfolg beigetragen haben!

Beson­ders stolz sind wir darauf, dass wir bereits vor der Einfüh­rung der Norm nahezu alle Umwelt­auf­lagen erfüllt haben. Die Zerti­fi­zie­rung bestä­tigt nun schrift­lich, was wir bereits seit Langem in unserer tägli­chen Arbeit prakti­zieren. Diese Bestä­ti­gung gibt uns nicht nur intern Sicher­heit, sondern auch die Möglich­keit, unseren Kunden einen zusätz­li­chen Mehrwert zu bieten: Sie können sich darauf verlassen, dass wir nachweis­lich umwelt­ge­recht und nachhaltig wirtschaften.

Wir sind überzeugt, dass diese Zerti­fi­zie­rung ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist – für uns, für unsere Kunden und für die Umwelt. Lassen Sie uns gemeinsam weiterhin auf nachhal­tige Lösungen setzen und unseren Beitrag für eine umwelt­be­wusste Zukunft leisten!

ISO14001 Zertifizierung

Bilder: EUROplast Kunst­stoff­technik GmbH

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FAKUMA 2024

15. bis 19. Oktober 2024, Messegelände Friedrichshafen

Mit neuen Prospekten — wie gewohnt mit den bewährten Infor­ma­tionen für Praktiker (auch verfügbar hier auf unserer Website) — sind wir in die FAKUMA 2024 gestartet.

Die derzei­tige wirtschaft­liche Lage in Europa und Deutsch­land war durchaus bemerkbar, umso mehr hat es uns gefreut dass viele unserer langjäh­rigen Kunden dennoch die Reise nach Fried­richs­hafen angetreten haben. Und es lohnte sich, es gab wieder viel zu sehen und zu erleben auf der diesjäh­rigen FAKUMA.

Auch für uns ist es immer wieder spannend neue Techno­lo­gien und Möglich­keiten, insbe­son­dere in Richtung Effizi­enz­stei­ge­rung, kennen­zu­lernen.

Am Messe­stand haben wir einen weiteren Schritt in Richtung Nachhal­tig­keit gemacht und mit tatkräf­tiger Unter­stüt­zung der Firma Nowaste und ihren treecups die Getränke aus biolo­gisch abbau­baren Mehrweg­be­chern serviert. Ein Gemein­schafts­pro­jekt der Firma Nowaste, Tecnaro, Saur Werkzeugbau und der EP Kunst­stoff­technik GmbH.

Und zu guter Letzt gab es dieses Jahr anstelle von Delfinen aus Biokunst­stoff einen Messe­hund bei uns am Stand!

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Bilder: EUROplast Kunst­stoff­technik GmbH

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Trolley Run 2024 der Steinbeis Gemeinschaftsschule Ilsfeld

12. Oktober 2024, Parkplatz Kaufland Ilsfeld

Wie bereits 2023 waren wir auch 2024 wieder als Sponsor für eine Klasse beim Trolley Run der Stein­beis Gemein­schafts­schule in Ilsfeld vertreten. Mit den von uns bereit gestellten Kunst­stoff­teilen wurde ein Einkaufs­wagen ganz nach Lust und Laune der Schüler designt, gebaut und ins Rennen geschickt. Beim Rennen selbst wird in jedem Trolley ein Eimer mit Wasser trans­por­tiert und es geht neben Schnel­lig­keit darum, möglichst wenig Wasser zu verschütten.

Ziel dieser Aktion ist es den Schülern und Schüle­rinnen sowie auch den Sponsoren nahezu­bringen, achtsamer mit unsere Ressource Wasser umzugehen.

Auch wenn unsere Fünft­klässler nicht den ersten Platz gewonnen haben, sind wir sehr stolz auf die Leistung und vor allem die Motiva­tion unserer Klasse!

Wir haben uns gefreut Teil dieses tollen Events sein zu dürfen und mit unserer Spende die Schul­part­ner­schaft in Südafrika zu unter­stützen.

Bildergalerie mit Fotos von 2023 und 2024

Bilder: EUROplast Kunst­stoff­technik GmbH

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FAKUMA 2023

17. bis 21. Oktober 2023, Messegelände Friedrichshafen

Die erste FAKUMA nach den Corona Jahren hat endlich wieder deutlich mehr Exper­tinnen und Experten nach Fried­richs­hafen gelockt. Der Messe­stand des Arbeits­kreises Kunst­stoff­technik Baden-Württem­berg hatte wieder den altbe­kannten Standort am Eingang der Halle A1. Mit der Firma Jura-Plast haben wir einen neuen Mitaus­steller gewinnen können.

Das Highlight am EUROplast Messe­stand war die Ultra­schall­schweiß­ma­schine mit der wir in Koope­ra­tion mit Herrmann Ultra­schall und der Firma Tecnaro einen Delfin aus Biopo­ly­meren geschweißt und an die Messe­be­su­cher verteilt haben.

Die großen Themen Versor­gungs­si­cher­heit sowie Preis­stei­ge­rungen auf der Rohma­te­ri­al­seite sowie die Energie­kosten waren gerne disku­tierte Themen. Große Themen darüber hinaus waren die fortschrei­tende Digita­li­sie­rung, Automa­ti­sie­rung, Energie­ef­fi­zienz und die Nachhal­tig­keit.

Wir freuen uns auf die nächst­jäh­rige FAKUMA, die hoffent­lich an diese wirklich sehr gelun­gene Messe anschließen kann!

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FAKUMA 2021

Okt. 2021 – 16. Okt. 2021, Messegelände Friedrichshafen

Bis kurz vor Messe­be­ginn war unklar, ob die Fakuma statt­finden konnte aufgrund der Corona Infek­ti­ons­lage. Wir haben uns sehr gefreut, dass sich für die Austra­gung entschieden wurde. Trotz verschärfter Hygie­ne­vor­schriften haben sich Inter­es­senten und Aussteller für die Messe entschieden.

Die Besucher­zahlen waren überschaubar, dennoch haben wir einige gute Gespräche führen können. Der persön­liche Austausch ist und bleibt aus unserer Sicht sehr wichtig. Wir sind zuver­sicht­lich, dass die nächst­jäh­rige Messe wieder wie gewohnt statt­finden kann.

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Kunststoffbauteile EP Kunststofftechnik GmbH

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EUROplast Innovations- und Technologietag 2019

Der Schnelle frisst den Langsamen, Lust auf Innovation

Am 18.11.2016 fand mit dem 3. EUROplast Techno­logie- und Innova­ti­onstag eine hochka­rä­tigen Fortbil­dungs­ver­an­stal­tung statt.

Die Geschwin­dig­keit mit der neue Produkte entstehen ist schwin­del­erre­gend, aber sie wird nie wieder so langsam sein wie heute.Produktinnovationen müssen vor dem Wettbe­werb umgesetzt werden. Innova­tive Produkte können zu hohen Preisen abgesetzt werden, wenn das Produkt zu spät kommt, ist oft der Wettbe­werb schon da. Wir wollen mit Ihnen in die Zukunft blicken, Bewährtes vertiefen und Neues erfahren.

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EUROplast Innovations- und Technologietag 2016

Bildung ist unser größter Rohstoff im sonst so rohstoffarmen Europa.

Am 18.11.2016 fand mit dem 2. EUROplast Innova­ti­onstag eine hochka­rä­tigen Fortbil­dungs­ver­an­stal­tung statt.

Begleiten Sie uns auf dem spannenden Weg zu neuen Produkten: Wir wollen in die Zukunft blicken und werden vom Design von Werkstoff­kom­po­si­tionen, über kunst­stoff­ge­rechte Konstruk­tionen, neue Ferti­gungs­ver­fahren, Organ­o­bleche zur Gewichts­re­duk­tion bei hoher Festig­keit, CT-Vermes­sung sowie neue Simula­ti­ons­mög­lich­keiten bis hin zu innova­tiven Oberflä­chen­tech­no­lo­gien disku­tieren. Bewährtes vertiefen und Neues erfahren.

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EUROplast “Kunststoffe” Ausgabe 07/ 15

Rotation mit Höchstgeschwindigkeit

Innovative Metallsubstitution mit hochpräzisen Kunststoffteilen aus PBT/ASA

Bei der Neukon­struk­tion einer rotie­renden Sicht­scheibe für anspruchs­volle Anwen­dungen im Maschi­nenbau war eine intel­li­gente Materi­al­wahl und Werkzeug­aus­le­gung gefragt. Ein Werkzeug­kon­zept mit Tunnel­an­bin­dung und symme­tri­schem Anguss­ver­teiler sowie ausge­klü­gelter Tempe­rie­rung wurde konzi­piert und umgesetzt.

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EUROplast in “Basic Report” Ausgabe 09/ 05

Gehäuse zur OP-Tisch-Steuerung

In dem Gehäuse aus Akromid B33 S3 10 natur sind Magnete angeordnet, die zur Besimmung der aktuellen Position des Operationstisches dienen.

Diese Magnete sind äußerst empfind­lich gegen­über Feuch­tig­keit und mussten bisher im Gehäuse einge­gossen werden. Die Fa. Europlast EP Kunst­stoff­technik GmbH, Pleidels­heim, reali­sierte eine wesent­lich günsti­gere Methode.
Mittels Gleit-Reibungs­schweißen werden nach Positio­nie­rung der Magnete die Gehäu­se­ober- und Unter­teile aus schlagzäh modifi­ziertem Akromid B33 S3 10 natur luftdicht verschlossen.

Durch die blaue Einfär­bung passt sich das Steue­rungs­ge­häuse hervor­ra­gend in das moderne Erschei­nungs­bild der gesammten Operai­tons­aus­stat­tung an. Vorraus­set­zung für die gefor­derte Farbgleich­heit ist die Chargen­kon­stanz der Eigen­farbe des verwen­deten Akromid B33 S3 10 natur. Die durch­ge­führten und notwen­digen Prüfungen gegen­über Schlag­be­an­spru­chung wurden ohne Einschrän­kung bestanden.

Die hohe Dimen­si­ons­sta­bi­lität der Gehäu­se­teile wird durch die geringe Verzugs­nei­gung des Akromid in Kombi­na­tion mit der hohen Fachkom­pe­tenz bei der Verar­bei­tung erreicht. Im Vergleich zu schlagzäh modifi­zierten Polyamiden des Wettbe­werbs besitzt das Akromid B33 S3 10 natur ein gutes Verhältnis von Entgasung und Werkzeug­be­lags­bil­dung. Dies führt zugleich zu quail­taiv hochwer­tigen Formteil­ober­flä­chen.

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Bild: EP Kunst­stoff­technik

Autor

Dipl.-Ing. Elmar Nachts­heim, Geschäfts­führer der Europlast, EP Kunst­stoff­technik GmbH, Ilsfeld

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EUROplast in “Plastverarbeiter” Ausgabe 06/ 02

Polyamid für die Luftfahrtindustrie — Brandschutz im Visier

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Die Problematik bei den Bauteilen mit Luftfahrtzulassung nach ABD und FAR ist einerseits die geringe geforderte Brennbarkeit, andererseits dürfen im Brandfall keine toxischen Dämpfe entstehen. Ein Polyamid stellt sich der Herausforderung.

Bislang wird häufig Polycar­bonat (PC) für Anwen­dungen in der Luftfahrt einge­setzt. Dieser amorphe Werkstoff bereitet jedoch wegen seiner relativ schlechten Spannungs­riss­be­stän­dig­keit Probleme. Es besteht die Gefahr, dass durch eine Überla­ge­rung von Spannungen in Verbin­dung mit einem Chemi­ka­li­en­an­griff Risse ausge­löst werden.

Spannungen entstehen an Kunst­stoff­teilen durch den Herstel­lungs­pro­zess, beispiels­weise beim Spritz­gießen oder beim Tiefziehen – wobei eine gute Verar­bei­tung und eine kunst­stoff­ge­rechte Konstruk­tion der Bauteile das Spannungs­ni­veau reduzieren. Je nach Anwen­dungs­fall kann es bei den Bauteilen auch zu nicht unerheb­li­chen Spannungen in der späteren Einbau­si­tua­tion durch Verwen­dung von gewin­de­for­menden anstelle von gewin­de­schnei­denden Schrauben oder falsch ausge­legten Schnapp­haken kommen.

Bei den benötigten Bauteilen handelt es sich um techni­sche Funkti­ons­teile der Sitzme­chanik. Diese sind im Einbau­zu­stand gewissen Spannungen ausge­setzt und werden mit spannungs­riss­aus­lö­senden Substanzen wie Schmier­fetten, aber auch Lebens­mit­teln, Handcremes oder Reini­gungs­mit­teln konta­mi­niert. Nach jedem längeren Flug steht eine Reini­gung an, die teilweise an den entle­gensten Orten in der Welt durch­ge­führt wird. Dadurch ist es schwierig, die Substanzen vorzu­schreiben, mit denen die Kunst­stoff­teile behan­delt werden dürfen. Der Einsatz von Polycar­bonat, einem Werkstoff mit hoher Schlag­zä­hig­keit und Möglich­keit der Flamm­schutz­aus­rüs­tung, birgt jedoch fast bei jedem handels­üb­li­chen Reini­gungs­mittel die Gefahr der Spannungs­riss­bil­dung in sich.

Das Eigen­schafts­profil des Werkstoffes, der für die Luftfahrt­in­dus­trie zugelassen ist, muss bestimmten Anfor­de­rungen genügen:

  • Brenn­bar­keit an  Horizon­tal­test (15s) nach App.F to part 25 part I § (a),(1),(v)
  • Rauch­dichte gemäß FAR 25.853 (d)
  • Rauch­dichte gemäß ABD 0031
  • Toxizität gemäß ABD 0031
  • Chemi­ka­li­en­be­stän­dig­keit
  • Definierte Festig­keits- und Dehnwerte

Nach verschie­denen Versu­chen entstand ein für die Luftfahrt­in­dus­trie geeig­netes, trocken­schlag­zähes PA6 GF 15 FR (Foramid GM 96/30–1). Die Polymer­ma­trix dieses Werkstoffes besteht aus Polyamid 6, einem teilkris­tal­linen Werkstoff mit ausrei­chenden Festig­keits- und Dehnwerten sowie hoher Chemi­ka­li­en­be­stän­dig­keit. Zur Erzie­lung der flamm­hem­menden Eigen­schaften wurden nicht unerheb­liche Mengen eines phosphat- und schwer­me­tall­freien Flamm­schutz­sys­tems zugesetzt. Weiterhin wurden etwa 15% Glasfaser eincom­poun­diert um die Festig­keit und Steifig­keit zu erhöhen. Bei einem Anteil von 30% war der Werkstoff, bedingt durch den hohen Flamm­schutz­an­teil, zu spröde. Ein zugesetzter Schlag­zäh­mo­di­fi­kator auf Kautschuk­basis verhalf zur Erhöhung der Trocken­schlag­zä­hig­keit.

Verarbeitungsaspekte

Der Werkstoff lässt sich wie ein normales PA 6 – GF15 verar­beiten. Um die Einfärb­bar­keit zu gewähr­leisten, muss die Farbe exakt auf den Grund­werk­stoff einge­stellt werden. Dennoch ist zu bemerken, dass die Einfärb­bar­keit aufgrund des hohen Flamm­schutz­an­teils nur einge­schränkt möglich ist.

Die Plasti­fi­zier- und Einspritz­be­din­gungen müssen so einge­stellt werden, dass sich das Blend nicht entmischt. Die Parameter wurden empirisch ermit­telt.

Die fertigen Spritz­gieß­teile sollten trotz Trocken­schlag­zäh­mo­di­fi­zie­rung nach der Fertig­stel­lung noch mit 2–3 % destil­liertem Wasser kondi­tio­niert werden. Dies erhöht die Schlag­zä­hig­keit des durch den hohen Flamm­schutz­an­teil relativ spröden Polyamid­com­pounds.

Die Spritz­giess­form ist mit harten Einsätzen aus Warmar­beits­stahl (1.2344) ausge­stattet und besitzt eine optimale Einsatz­tem­pe­rie­rung. Die Ansprit­zung erfolgt, wegen der relativ geringen Stück­zahlen der Luftfahr­in­dus­trie, mit Stange und Verteiler ohne Heißka­nal­technik. Auf eine ausrei­chende dicke Anbin­dung des Tunnel­an­gusses wurde geachtet. Dies ist wichtig für geringe Scherung und ausrei­chende Nachdruck­ver­sor­gung des teilkris­tal­linen Werkstoffes. Die Binde­nähte wurden in unkri­ti­sche Bereiche gelegt. Die Entfor­mung erfolgt mittels Flach- und Rundaus­wer­fern sowie partiell mit aufwän­diger Schie­ber­tech­no­logie.

Compoundherstellung

Die Polymer­gruppe der Polyamide hat sich aufgrund ihrer Vielsei­tig­keit im Bereich der Spritz­gieß­gra­nu­late als eine der wichtigsten und vielsei­tigsten thermo­plas­ti­schen Kunst­stoffe etabliert. Dabei wird das Makro­mo­lekül aus ein oder zwei verschie­denen Monomeren aufge­baut. Es wird unter­schieden zwischen PA 6 (aber auch PA 11 und PA 12) und PA 6.6 (aber auch PA 4.6 und PA 6.9). Die Zahl besagt dabei die Anzahl der Kohlen­stoff­atome im Molekül.

Die für den Einsatz­zweck gefor­derte Kombi­na­tion von halogen- und phosphat­freiem Flamm­schutz, Glasfaser-Verstär­kung und Schlag­zäh­mo­di­fi­ka­tion stellt für den Compoun­deur eine beson­dere Heraus­for­de­rung dar. Den Aspekten Polymer­kom­pa­ti­bi­lität, Abstim­mung der Wirkme­cha­nismen, Sicher­heit der Prozess­füh­rung, Umwelt­ver­träg­lich­keit und gute Ökonomie muss man dabei gerecht werden.

Aufgrund langjäh­riger Erfah­rungen erwies sich ein Flamm­schutz­system auf Basis von Melamin­cya­nurat ( melapur MC 25 von DSM ) als geeignet.

Es wird deutlich, dass bei PA 6 die Endgruppen NH2 und COOH mit denen von MCU eine Verbin­dung eingehen, wobei die Bildungs­re­ak­tion durch Aufklappen der Ringe und Anlage­rung statt­findet. Dabei wird Cyanur­säure abgebaut, was gleich­zeitig zum Abbau von Polymaid und damit zu einer niedri­geren Rauch­gas­dichte führt. Es hat sich aller­dings gezeigt, dass die Dosie­rung von Melamin­cya­nurat zur Erzie­lung der jewei­ligen Brand­klasse weit höher angesetzt werden muss, als vom Hersteller angegeben.

Reichte bei dem Produkt MCU 25 von Chemie Linz im Jahre 1992 noch 8 Gew. % um bei PA 6 unver­stärkt V 0 nach UL 94 (1,6 mm) zu errei­chen, so benötigt man mit dem vorge­nannten Produkt mindes­tens 12,5 Gew. %.

Das Brand­ver­halten von PA 6 mit Glasfaser wurde durch das Flamm­schutz­system daher nur insoweit beein­flusst, dass V 2 nach UL 94 (1,6 mm) erreicht wurde. Da die Bauteile 3 mm Wandstärke aufweisen, sinkt die Brenn­bar­keit auf V 1 nach UL 94 ab und erfüllt somit die Flamm­schutz­tests der Luftfahrt­in­dus­trie, die sich von den Tests der Under­wri­ters Labora­to­ries unter­scheiden.

Durch den Zusatz des Schlag­zäh­mo­di­fiers, in diesem Fall eines Ethylen-Propylen-Kautschuks (EPM), zu dem bereits hohen Flamm­schutz­an­teil, entsteht ein kompli­ziertes Gemen­gen­ge­lage, das hohe Anfor­de­rungen an den techno­lo­gi­schen Prozess der Compoun­die­rung stellt. Ohne drei gravi­me­tri­sche Dosier­ein­heiten auf der einen Seite und der richtigen Wahl der Visko­sität als Quotient aus Scher­ge­schwin­dig­keit und Schub­span­nung auf der anderen Seite ist dabei eine gleich­mä­ßige Qualität nicht zu sichern.

Techni­sche Funkti­ons­teile der Sitzme­chanik für die Luftfahrt­in­dus­trie
Verar­bei­tung des Polyamides auf der Spritz­gieß­ma­schine
Werkzeug­technik zur Herstel­lung der Funkti­ons­teile

Bilder: EP Kunst­stoff­technik

Autoren

Dr. Gerhard Pohl, Inhaber der Carl Pohl-Textil- und Thermo­plasther­stel­lung Forst / Lausitz und Geschäfts­führer der Dr. Pohl-Textil- und Thermo­plast GmbH, Forst / Lausitz

Dipl.-Ing. Elmar Nachts­heim, Geschäfts­führer der Europlast, EP Kunst­stoff­technik GmbH, Ilsfeld